Archiv für Juli 2017

Skatepark statt Hotel Mercure!

Anlässlich einer Vortragsveranstaltung des extrem rechten AfD Kreisverband Weserbergland mit der AfD-Referentin Leyla Bilge fanden sich am Donnerstag, den 27. Juli 2017, einige Antifaschist*innen vor dem Hamelner Hotel Mercure ein, um dort mit Transparenten und Sprechchören gegen diese unsägliche Zusammenrottung zu demonstrieren. Das baldige Anrücken von Zivilbeamten zeigte, dass dem Betreiber des Hotels und den OrganisatorInnen der AfD diese Intervention recht unangenehm gewesen ist. Daher bleibt eine der an diesem Tag gerufenen Parolen weiterhin aktuell:

Wir fordern es rund um die Uhr:
Skatepark statt Hotel Mercure!

Irgendwo in Deutschland 2017

Wir möchten an dieser Stelle schon einmal auf eine antifaschistische Demonstration am 2. September 2017 in Wurzen (bei Leipzig) anlässlich des „Tages der Sachsen“ hinweisen. Die Genoss*innen der Kampagne Irgendwo in Deutschland haben dazu einen sehr lesenswerten Kurzaufruf geschrieben, den wir Euch gerne ans Herz legen wollen. Markiert Euch den Termin schon jetzt im Kalender und wir melden uns hier nochmal zu einem späteren Zeitpunkt mit weiteren Details.

Demo | 02.09.2017 | 15 Uhr | Bahnhof | Wurzen
Weitere Infos gibt es hier.

Weitere Beiträge zur G20-Debatte

Da die alle großen Parteien umfassende Volksfront gegen alles Linke weiterhin die öffentliche Debatte bestimmt und dabei jegliche Mindestanforderungen an einen vernunftbasierten Diskurs geflissentlich ignoriert, was von bestrafungslüsternen Wutbürger*innen mit größter Genugtuung verfolgt wird, möchten wir an dieser Stelle auf einige weitere Texte hinweisen, die eine sinnvolle Auseinandersetzung mit den Ereignissen rund um den G20-Gipfel erlauben.

Ohne eine Wertung anhand der Reihenfolge vornehmen zu wollen, empfehlen wir die Texte von …umsGanze!, der Roten Flora, derLadenbesitzer*innen aus dem Schanzenviertel und der Gruppe 8. Mai [FFM]. Außerdem empfiehlt es sich, ein aufmerksamen Blick auf die zahlreichen dokumentierten „Heldentaten“ des Rechtsstaates in Hamburg zu werfen: G20-Doku – hier fand der eigentliche Skandal statt, über den jetzt nur noch wenige reden wollen.

Solidarität mit allen verletzten und inhaftierten Genoss*innen!
Und verdammt nochmal: Flora bleibt!

G20 und die neue deutsche Volksfront

Wer sich noch nicht schnappatmend in die „Neue deutsche Volksfront für Ruhe, Ordnung und Sauberkeit“ (NedeVofüRuOrunSa) eingereiht hat, um zusammen mit Kameradschaftsnazis, BILD-Zeitung und Sigmar Gabriel einen #maaslosen Polizeistaat zum entschlossenen Kampf gegen Linke zu fordern, konnte in verschiedenen Medien Beiträge lesen, die einen Einstieg in eine reflektierte Auseinandersetzung mit den Ereignissen beim G20-Gipfel in Hamburg wenigstens ermöglichen.

Wer sich also gegen Argumente noch nicht vollends abgedichtet haben sollte und weiterhin der Vernunft gegenüber aufgeschlossen ist, dem*der sei die Lektüre folgender Texte der taz, des Spiegels und des Lower Class Magazine als Einstieg in eine wirkliche Debatte empfohlen. Für alle anderen zitieren wir in aller Kürze die Analyse und Kritik:

Um unnötige Diskussion zu vermeiden: Überzogene Kritik an „Gewaltexzessen“ (gegen Autos und so Sachen) können wir angesichts des europäischen Massenmords im Mittelmeer, der alltäglichen Gewaltexzesse der kapitalistischen Eigentums- und Ausbeutungsverhältnisse oder auch nur des Einsatzes hochgerüsteter Polizeieinheiten mit kriegstauglichen Schusswaffen in einem Hamburger Wohnviertel leider nicht ernst nehmen. Vielen Dank für Ihr Verständnis

Oder gerne auch nochmal etwas poetischer in den Worten von Bertold Brecht:

Der reißende Fluß wird gewalttätig genannt. Aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig.

Solidarität mit allen verletzten und inhaftierten Genoss*innen!
Getroffen hat es wenige, gemeint sind wir alle!

Ende Gelände 2017

Am Freitag, den 21. Juli 2017, organisieren unsere Genoss*innen vom Infoladen Hameln im Freiraum Hameln (Walkemühle 1a, 31785 Hameln) eine Mobilisierungsveranstaltung zu den geplanten Aktionen gegen die Nutzung der Braunkohle im Rheinischen Braunkohlerevier vom 24. bis 29. August 2017 statt, auf die wir an dieser Stelle gerne hinweisen. Was da genau geplant ist und warum diese Aktionsform dafür als geeignet angesehen werden kann, werden Aktivist*innen von Ende Gelände ab 20 Uhr berichten. Im Nachgang soll über eine gemeinsame Anreise aus Hameln beraten und die Vernetzung gleichgesinnter Menschen forciert werden.

Vortrag | 21.07.2017 | 20 Uhr | Freiraum | Hameln
Mehr Infos gibt es bei Ende Gelände.