Archiv für August 2017

Schon wieder Coppenbrügge

Nachdem bereits kürzlich einiges an rechter Propaganda in Coppenbrügge und umzu aufgetaucht war, was recht zügig einer Entsorgung zugeführt wurde, haben aufmerksame Antifaschist*innen erneut rechte Propaganda in Coppenbrügge entdeckt und entfernt. Die kurze zeitliche Abfolge der rechten Stickeraktionen lässt darauf schließen, dass diese dort wohnhaft sind. Haltet also die Augen offen und schreibt uns, wenn ihr rechte Aktivitäten beobachtet.

Es gibt kein ruhiges Hinterland!
Nazipropaganda konsequent entsorgen!

Kundgebung gegen die AfD in HM

Am Sonntag, den 27. August 2017, findet auf dem Rathausplatz in Hameln ab 14 Uhr eine Kundgebung gegen die extrem rechte Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) statt. Hintergrund dieser Aktion ist eine geplante Veranstaltung der AfD im nahe gelegenen Hotel Mercure, welches der AfD auch schon in der Vergangenheit immer wieder Räume für ihre völkische und autoritäre Ideologie zur Verfügung gestellt hat.

Die für Sonntag angekündigte Veranstaltung mit der AfD-Bundesvorsitzenden, Alice Weidel, zeigt bereits mit ihrem Titel:„Politische Korrektheit gehört auf den Müllhaufen der Geschichte“, dass hier wieder einmal das plumpe Ressentiment gepflegt und das Hetzen gegen die ausgemachten Feindinnen und Feinde der blau-braunen „Volksgemeinschaft“ zur demokratisch legitimen Meinungsäußerung erhoben werden soll.

Wer dieses völkisch-autoritäre Treiben nicht ohne einen Widerspruch von statten gehen lassen möchte, kommt zur angemeldeten Kundgebung gegen die AfD, unter dem Titel: „Aufstehen gegen Rassismus! – Unsere Alternative heißt Solidarität!“

Kundgebung | 27.08.2017 | 14 Uhr | Rathausplatz | Hameln
Mehr Infos finden sich hier, dort und da (facebook).

Ein Zeichen der Erinnerung

Wir dokumentieren hier einen indymedia-Eintrag von „Einige(n) Antifas aus der Provinz“, welcher am 20. August 2017 erschienen ist. Der ursprüngliche Eintrag ist hier nochmals verlinkt (mit großem Bild).

Am Freitag, den 18. August 2017, versammelten sich einige Antifaschist*innen in den Abendstunden am Freiraum Hameln, um von dort aus ein bescheidenes Zeichen der Erinnerung an Heather Heyer zu entsenden, die von einem Neonazi am 12. August 2017 im US-amerikanischen Charlottesville ermordert wurde. Unsere Solidarität gilt zudem den zahlreichen weiteren Verletzten dieses neonazistischen Angriffs und den Angehörigen und Freund*innen von Heather Heyer. Wir werden ihren Kampf gegen den wieder erstarkenden Faschismus fortführen und dabei weder vergeben noch vergessen.

Das Motiv des Transparents ist diesem Artikel beigefügt und kann als Schablone verwendet werden. Vielleicht kann damit noch jemand etwas anfangen, um die Erinnerung an Heather Heyer noch in weitere Städte und Dörfer zu tragen.

Never forgive, never forget!
All the best and strength to the injured! Such as their friends an families and those of Heather!
Rest in Power Heather Heyer!

Support your local Antifa!
Schreibt uns einfach über unser verschlüsseltes Kontaktformular.

Siempre Antifascista Festival 2017

Auch im Jahr 2017 wird das Siempre Antifascista Festival wieder in der ersten Oktoberwoche (03.10. bis zum 07.10) in Göttingen stattfinden . Es beginnt mit der Auftaktveranstaltung am Dienstagabend. Während viele andere Menschen glauben an diesem Tag irgend etwas feiern zu müssen, laden die Genoss*innen zu einem Vortrag von Bini Adamczak über Geschlechterverhältnisse in der Russischen Revolution ein und wollen damit an jenes Ereignis erinnern, dass sich dieses Jahr zum hundertsten mal jährt. In den darauffolgenden Tagen wird Andrea Röpke über Frauen in der Neonazi-Szene sprechen, Jan Raabe über Rechtsrock in Thüringen und Birgit Mair über die Aufarbeitung der NSU-Verbrechen. Auch wird es eine Filmvorführung und einen Graffiti-Workshop geben. Am Samstagabend findet das große Abschlusskonzert statt. Punkrock, HipHop, Hardcore und sogar ein bisschen Techno.

Festival | 03.-07.10.2017 | different times & places | Göttingen
Infos zum Siempre Antifascista Festival finden sich hier.

Heather Heyer #SayHerName

Nachdem es am 12. August 2017 in der US-amerikanischen Universitätsstadt Charlottesville zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Nazis und Antifaschist*innen kam, wurde die Sozialistin und IWW-Gewerkschafterin Heather Heyer durch einen extrem rechten Anschlag umgebracht. Am Nachmittag steuerte einer der Nazis sein Fahrzeug in eine Menschenmenge von Antifaschist*innen. Heather verlor dadurch ihr Leben und mindestens weitere 19 Antifaschist*innen wurden verletzt.

Zuvor, liefen die als „alt-Right“ verharmlosten Rechten mit schwerbewaffneten Milizen auf, und skandierten offen „Blut und Boden“ und „Heil Donald Trump“. Die Ereignisse von Charlottesville verdeutlichen, welche brutalen Folgen der Rechtsruck und die politische Machthabe nationalistischer, autoritärer Kräfte nach sich zieht: Durch das gesellschaftliche Klima, welches in den USA seit der Wahl von Trump vorherrscht, und den institutionellen Rassismus der Behörden sind das Erstarken der Nazis ermöglicht worden.

Dieses Phänomen ist nicht auf die USA begrenzt: Die rhetorischen BrandstifterInnen von Rechts befinden sich in Europa, in Deutschland in Form der AfD, seit Jahren im Aufschwung. Während ihre VertreterInnen den Wahlsieg Trumps bejubelten, bezieht sich deren Parteijugend positiv auf die „alt-Right“-Nazis und kokettiert mit deren europäischen Pendant, den „Identitären“.

Nicht erst aus Solidarität mit den Genoss*innen, welche den Kampf gegen die Reaktion in den Vereinigten Staaten nach deren vermeintlichem Sieg fortführen, nicht erst aus tiefster Wut über den genannten neofaschistischen Mord, sondern schon aus Solidarität mit den unzähligen Menschen, welche durch die Politik und Rhetorik der neuen Rechten angegriffen werden heißt die Antwort weiterhin Antifaschismus! Remembering means fighting!

Gelegenheiten dafür gibt es genug, z. B. bei den kommenden Veranstaltungen der AfD oder mit AfD-Beteiligung, wo sie demokratisch verbrieft, mal wieder ihren rassistischen Wahlkampf betreiben darf.

Mehr Infos zur Situation in den USA
gibt es bei It’s going down und CrimethInc..

United We Stand!

Der G20-Gifel ist vorbei, doch die Kriminalisierung der Proteste geht weiter. Denn nach wie vor sitzen dutzende Aktivist*innen im Knast und hunderte müssen mit Strafverfahren rechnen. Die Rote Hilfe ruft zur Solidarität mit den Betroffenen auf. Unter dem Motto „United we stand! summer of resistance – summit of repression – solidarity is our weapon“. Inzwischen kann gedrucktes Material über den Literaturvertrieb der Roten Hilfe bestellt werden, außerdem haben bereits erste Aktionen stattgefunden. Um die Betroffenen auch finanziell unterstützen zu können, sind weiterhin Spenden erforderlich. Werdet Mitglied in der Roten Hilfe und stärkt die Solidaritätsstrukturen!

Unsere Solidarität gegen ihre Repression!
Infos finden sich hier und dort.

Der AfD die kalte Schulter zeigen

Am Samstag, den 29. Juli 2017, haben sich einige antifaschistisch gesinnte Menschen spontan dazu entschlossen, das Sauerstoffzelt der AfD in der Hamelner Innenstadt zu umzingeln und den völkisch-autoritären Höcke-FreundInnen die „kalte Schulter“ zu zeigen. Eine Aktion, die hoffentlich nicht das letzte Mal gegen die AfD im Landkreis stattfindet.

Der AfD die kalte Schulter zeigen!
Re:Organisiert die Antifaschistische Aktion!

Sören Kohlhuber goes Hameln

Am Freitag, den 18. August 2017, widmet sich das Offene Antifa Treffen im Freiraum Hameln (Walkemühle 1a, 31785 Hameln) einem Rückblick auf den G20-Gipfel in Hamburg. Der freie Journalist, Sören Kohlhuber, wird dabei in seinem Vortrag darauf eingehen, wie sich Hamburger Senat und Polizei über demokratische Standards hinwegsetzten und somit den tatsächlichen „Skandal“ des G20-Gipfels (neben dem weitgehenden Ausbleiben von relevanten Verhandlungsergebnissen) thematisieren. Der Einlass erfolgt ab 20 Uhr und der Vortrag beginnt um 20:30 Uhr. Der Eintritt ist wie gewohnt frei, Spenden für den Referenten sind jedoch immer willkommen.

Vortrag | 18.08.2017 | 20 Uhr | Freiraum | Hameln
Infos zur Arbeit von Sören Kohlhuber finden sich hier.

IB-Müll konsequent entsorgen!

Nachdem seit kurzem in Coppenbrügge und Salzhemmendorf vermehrt Aufkleber der sogenannten Identitären Bewegung (kurz: IB) aufgetaucht sind, haben sich engagierte Antifaschist*innen dieser unzulässigen Beeinträchtigung der Öffentlichkeit angenommen und den identitären Müll seiner einzig angemessenen Bestimmung zugeführt: der Entsorgung. Lasst den Rechten weiterhin keinen Raum, zieht gemeinsam mit eurer Dorf-Antifa-Crew um die Häuser und bekämpft jede rechte Propaganda!

IB-Müll konsequent entsorgen!
Dorfantifas unite!