Archiv der Kategorie 'Antifaschismus'

Ein Zeichen der Erinnerung

Wir dokumentieren an dieser Stelle einen Eintrag von „Einige(n) Antifas aus der Provinz“, welcher am 20. August 2017 auf indymedia erschienen ist. Der ursprüngliche Eintrag ist hier nochmals verlinkt (mit hochauflösendem Bild).

Am Freitag, den 18. August 2017, versammelten sich einige Antifaschist*innen in den Abendstunden am Freiraum Hameln, um von dort aus ein bescheidenes Zeichen der Erinnerung an Heather Heyer zu entsenden, die von einem Neonazi am 12. August 2017 im US-amerikanischen Charlottesville ermordert wurde. Unsere Solidarität gilt zudem den zahlreichen weiteren Verletzten dieses neonazistischen Angriffs und den Angehörigen und Freund*innen von Heather Heyer. Wir werden ihren Kampf gegen den wieder erstarkenden Faschismus fortführen und dabei weder vergeben noch vergessen.

Das Motiv des Transparents ist diesem Artikel beigefügt und kann als Schablone verwendet werden. Vielleicht kann damit noch jemand etwas anfangen, um die Erinnerung an Heater Heyer noch in weitere Städte und Dörfer zu tragen.

Never forgive, never forget!
All the best and strength to the injured! Such as their friends an families and those of Heather!
Rest in Power Heather Heyer!

Support your local Antifa!
Schreibt uns einfach über unser verschlüsseltes Kontaktformular.

Siempre Antifascista Festival 2017

Auch im Jahr 2017 wird das Siempre Antifascista Festival wieder in der ersten Oktoberwoche (03.10. bis zum 07.10) in Göttingen stattfinden . Es beginnt mit der Auftaktveranstaltung am Dienstagabend. Während viele andere Menschen glauben an diesem Tag irgend etwas feiern zu müssen, laden die Genoss*innen zu einem Vortrag von Bini Adamczak über Geschlechterverhältnisse in der Russischen Revolution ein und wollen damit an jenes Ereignis erinnern, dass sich dieses Jahr zum hundertsten mal jährt. In den darauffolgenden Tagen wird Andrea Röpke über Frauen in der Neonazi-Szene sprechen, Jan Raabe über Rechtsrock in Thüringen und Birgit Mair über die Aufarbeitung der NSU-Verbrechen. Auch wird es eine Filmvorführung und einen Graffiti-Workshop geben. Am Samstagabend findet das große Abschlusskonzert statt. Punkrock, HipHop, Hardcore und sogar ein bisschen Techno.

Festival | 03.-07.10.2017 | different times & places | Göttingen
Infos zum Siempre Antifascista Festival finden sich hier.

Heather Heyer #SayHerName

Nachdem es am 12. August 2017 in der US-amerikanischen Universitätsstadt Charlottesville zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Nazis und Antifaschist*innen kam, wurde die Sozialistin und IWW-Gewerkschafterin Heather Heyer durch einen extrem rechten Anschlag umgebracht. Am Nachmittag steuerte einer der Nazis sein Fahrzeug in eine Menschenmenge von Antifaschist*innen. Heather verlor dadurch ihr Leben und mindestens weitere 19 Antifaschist*innen wurden verletzt.

Zuvor, liefen die als „alt-Right“ verharmlosten Rechten mit schwerbewaffneten Milizen auf, und skandierten offen „Blut und Boden“ und „Heil Donald Trump“. Die Ereignisse von Charlottesville verdeutlichen, welche brutalen Folgen der Rechtsruck und die politische Machthabe nationalistischer, autoritärer Kräfte nach sich zieht: Durch das gesellschaftliche Klima, welches in den USA seit der Wahl von Trump vorherrscht, und den institutionellen Rassismus der Behörden sind das Erstarken der Nazis ermöglicht worden.

Dieses Phänomen ist nicht auf die USA begrenzt: Die rhetorischen BrandstifterInnen von Rechts befinden sich in Europa, in Deutschland in Form der AfD, seit Jahren im Aufschwung. Während ihre VertreterInnen den Wahlsieg Trumps bejubelten, bezieht sich deren Parteijugend positiv auf die „alt-Right“-Nazis und kokettiert mit deren europäischen Pendant, den „Identitären“.

Nicht erst aus Solidarität mit den Genoss*innen, welche den Kampf gegen die Reaktion in den Vereinigten Staaten nach deren vermeintlichem Sieg fortführen, nicht erst aus tiefster Wut über den genannten neofaschistischen Mord, sondern schon aus Solidarität mit den unzähligen Menschen, welche durch die Politik und Rhetorik der neuen Rechten angegriffen werden heißt die Antwort weiterhin Antifaschismus! Remembering means fighting!

Gelegenheiten dafür gibt es genug, z. B. bei den kommenden Veranstaltungen der AfD oder mit AfD-Beteiligung, wo sie demokratisch verbrieft, mal wieder ihren rassistischen Wahlkampf betreiben darf.

Mehr Infos zur Situation in den USA
gibt es bei It’s going down und CrimethInc..

Der AfD die kalte Schulter zeigen

Am Samstag, den 29. Juli 2017, haben sich einige antifaschistisch gesinnte Menschen spontan dazu entschlossen, das Sauerstoffzelt der AfD in der Hamelner Innenstadt zu umzingeln und den völkisch-autoritären Höcke-FreundInnen die „kalte Schulter“ zu zeigen. Eine Aktion, die hoffentlich nicht das letzte Mal gegen die AfD im Landkreis stattfindet.

Der AfD die kalte Schulter zeigen!
Re:Organisiert die Antifaschistische Aktion!

IB-Müll konsequent entsorgen!

Nachdem seit kurzem in Coppenbrügge und Salzhemmendorf vermehrt Aufkleber der sogenannten Identitären Bewegung (kurz: IB) aufgetaucht sind, haben sich engagierte Antifaschist*innen dieser unzulässigen Beeinträchtigung der Öffentlichkeit angenommen und den identitären Müll seiner einzig angemessenen Bestimmung zugeführt: der Entsorgung. Lasst den Rechten weiterhin keinen Raum, zieht gemeinsam mit eurer Dorf-Antifa-Crew um die Häuser und bekämpft jede rechte Propaganda!

IB-Müll konsequent entsorgen!
Dorfantifas unite!

Skatepark statt Hotel Mercure!

Anlässlich einer Vortragsveranstaltung des extrem rechten AfD Kreisverband Weserbergland mit der AfD-Referentin Leyla Bilge fanden sich am Donnerstag, den 27. Juli 2017, einige Antifaschist*innen vor dem Hamelner Hotel Mercure ein, um dort mit Transparenten und Sprechchören gegen diese unsägliche Zusammenrottung zu demonstrieren. Das baldige Anrücken von Zivilbeamten zeigte, dass dem Betreiber des Hotels und den OrganisatorInnen der AfD diese Intervention recht unangenehm gewesen ist. Daher bleibt eine der an diesem Tag gerufenen Parolen weiterhin aktuell:

Wir fordern es rund um die Uhr:
Skatepark statt Hotel Mercure!

Irgendwo in Deutschland 2017

Wir möchten an dieser Stelle schon einmal auf eine antifaschistische Demonstration am 2. September 2017 in Wurzen (bei Leipzig) anlässlich des „Tages der Sachsen“ hinweisen. Die Genoss*innen der Kampagne Irgendwo in Deutschland haben dazu einen sehr lesenswerten Kurzaufruf geschrieben, den wir Euch gerne ans Herz legen wollen. Markiert Euch den Termin schon jetzt im Kalender und wir melden uns hier nochmal zu einem späteren Zeitpunkt mit weiteren Details.

Demo | 02.09.2017 | 15 Uhr | Bahnhof | Wurzen
Weitere Infos gibt es hier.

Erfolgreiche Antifa-Demo in Nienburg

Am Samstag, den 24. Juni 2017 gab es eine antifaschistische Demonstration in Nienburg an der Weser, um auf die Umtriebe der lokalen und regionalen Nazistrukturen aufmerksam zu machen und um zu zeigen, dass wir nicht einverstanden damit sind, wie die Stadt Nienburg und die Politik mit deren Aktivität umgeht. Berichte zu unserer Demo findet ihr nachfolgend sowie beim Antifaschistischen Nachrichtenportal Niedersachsen und der Antifaschistischen Aktion Nienburg Weser.

Es gibt kein ruhiges Hinterland!
Lest hier den ganzen Demo-Bericht: (mehr…)

Hameln fährt nach Nienburg

Die Antifa-Demo am 24. Juni 2017 in Nienburg rückt immer näher, weshalb wir an dieser Stelle nochmal daran erinnern wollen, dass es auch ab Hameln eine gemeinsame Anreise geben wird. Wer mitkommen möchte, kann sich gerne bei uns melden – andernfalls gilt der Zugtreffpunkt um 12:30 Uhr in Hannover am Hauptbahnhof. Wir freuen uns auf eine kraftvolle Demo!

Demo | 24.06.2017 | 14 Uhr | Bahnhof | Nienburg
Mehr Infos gibt’s hier.

Repression gegen Antifas in BBG

In den nächsten Wochen findet ein Berufungsprozess am Landgericht in Bückeburg vor der I. Großen Jugendkammer gegen einen unserer Genossen statt. Die erste Verhandlung zu diesem Fall fand vor dem Amtsgericht statt und gegen das Urteil wurden Rechtsmittel eingelegt, da sich die Zeug*innen teilweise verstrickten und mit sehr dünnen Aussagen versuchten den Angeklagten zu belasten. Schon bei dem Prozess vor dem Amtsgericht waren viele Nazi-Zeug*innen geladen und haben ihre Aussagen gemacht. Auch dieses Mal sind mindestens 10 Zeug*innen geladen, wovon einige der Rechten Szene zugerechnet werden können.

Untestützt unseren Genossen in Bückeburg, besetzt die Plätze, damit er nich alleine mit den Nazi-Zeugen und ggf. deren Anhang im Saal sein muss und kommt also alle nach Bückeburg! Die Termine sind wie folgt festgesetzt bisher:

Mittwoch, 21. Juni 2017 // 9 Uhr Landgericht Bückeburg
Montag, 26. Juni 2017 // 9 Uhr Landgericht Bückeburg
Freitag, 30. Juni 2017 // 9 Uhr Landgericht Bückeburg

Die Nazizeug*innen werden schon ab dem ersten Verhandlungstag am 21. Juni erwartet. Wir freuen uns über eure Solidarität! Betroffen ist einer – gemeint sind wir alle!

Prozess | Ende Juni 2017 | 9 Uhr | Landgericht | Bückeburg
Weitere Infos finden sich hier.