Archiv der Kategorie 'Antirepression'

United We Stand!

Der G20-Gifel ist vorbei, doch die Kriminalisierung der Proteste geht weiter. Denn nach wie vor sitzen dutzende Aktivist*innen im Knast und hunderte müssen mit Strafverfahren rechnen. Die Rote Hilfe ruft zur Solidarität mit den Betroffenen auf. Unter dem Motto „United we stand! summer of resistance – summit of repression – solidarity is our weapon“. Inzwischen kann gedrucktes Material über den Literaturvertrieb der Roten Hilfe bestellt werden, außerdem haben bereits erste Aktionen stattgefunden. Um die Betroffenen auch finanziell unterstützen zu können, sind weiterhin Spenden erforderlich. Werdet Mitglied in der Roten Hilfe und stärkt die Solidaritätsstrukturen!

Unsere Solidarität gegen ihre Repression!
Infos finden sich hier und dort.

Sören Kohlhuber goes Hameln

Am Freitag, den 18. August 2017, widmet sich das Offene Antifa Treffen im Freiraum Hameln (Walkemühle 1a, 31785 Hameln) einem Rückblick auf den G20-Gipfel in Hamburg. Der freie Journalist, Sören Kohlhuber, wird dabei in seinem Vortrag darauf eingehen, wie sich Hamburger Senat und Polizei über demokratische Standards hinwegsetzten und somit den tatsächlichen „Skandal“ des G20-Gipfels (neben dem weitgehenden Ausbleiben von relevanten Verhandlungsergebnissen) thematisieren. Der Einlass erfolgt ab 20 Uhr und der Vortrag beginnt um 20:30 Uhr. Der Eintritt ist wie gewohnt frei, Spenden für den Referenten sind jedoch immer willkommen.

Vortrag | 18.08.2017 | 20 Uhr | Freiraum | Hameln
Infos zur Arbeit von Sören Kohlhuber finden sich hier.

Weitere Beiträge zur G20-Debatte

Da die alle großen Parteien umfassende Volksfront gegen alles Linke weiterhin die öffentliche Debatte bestimmt und dabei jegliche Mindestanforderungen an einen vernunftbasierten Diskurs geflissentlich ignoriert, was von bestrafungslüsternen Wutbürger*innen mit größter Genugtuung verfolgt wird, möchten wir an dieser Stelle auf einige weitere Texte hinweisen, die eine sinnvolle Auseinandersetzung mit den Ereignissen rund um den G20-Gipfel erlauben.

Ohne eine Wertung anhand der Reihenfolge vornehmen zu wollen, empfehlen wir die Texte von …umsGanze!, der Roten Flora, derLadenbesitzer*innen aus dem Schanzenviertel und der Gruppe 8. Mai [FFM]. Außerdem empfiehlt es sich, ein aufmerksamen Blick auf die zahlreichen dokumentierten „Heldentaten“ des Rechtsstaates in Hamburg zu werfen: G20-Doku – hier fand der eigentliche Skandal statt, über den jetzt nur noch wenige reden wollen.

Solidarität mit allen verletzten und inhaftierten Genoss*innen!
Und verdammt nochmal: Flora bleibt!

G20 und die neue deutsche Volksfront

Wer sich noch nicht schnappatmend in die „Neue deutsche Volksfront für Ruhe, Ordnung und Sauberkeit“ (NedeVofüRuOrunSa) eingereiht hat, um zusammen mit Kameradschaftsnazis, BILD-Zeitung und Sigmar Gabriel einen #maaslosen Polizeistaat zum entschlossenen Kampf gegen Linke zu fordern, konnte in verschiedenen Medien Beiträge lesen, die einen Einstieg in eine reflektierte Auseinandersetzung mit den Ereignissen beim G20-Gipfel in Hamburg wenigstens ermöglichen.

Wer sich also gegen Argumente noch nicht vollends abgedichtet haben sollte und weiterhin der Vernunft gegenüber aufgeschlossen ist, dem*der sei die Lektüre folgender Texte der taz, des Spiegels und des Lower Class Magazine als Einstieg in eine wirkliche Debatte empfohlen. Für alle anderen zitieren wir in aller Kürze die Analyse und Kritik:

Um unnötige Diskussion zu vermeiden: Überzogene Kritik an „Gewaltexzessen“ (gegen Autos und so Sachen) können wir angesichts des europäischen Massenmords im Mittelmeer, der alltäglichen Gewaltexzesse der kapitalistischen Eigentums- und Ausbeutungsverhältnisse oder auch nur des Einsatzes hochgerüsteter Polizeieinheiten mit kriegstauglichen Schusswaffen in einem Hamburger Wohnviertel leider nicht ernst nehmen. Vielen Dank für Ihr Verständnis

Oder gerne auch nochmal etwas poetischer in den Worten von Bertold Brecht:

Der reißende Fluß wird gewalttätig genannt. Aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig.

Solidarität mit allen verletzten und inhaftierten Genoss*innen!
Getroffen hat es wenige, gemeint sind wir alle!

Wege durch die Wüste

In Vorbereitung auf die Aktionen gegen den G20-Gipfel (aber natürlich auch darüber hinausgehend) wollen wir uns nochmal mit Antirepression befassen und dabei insbesondere Genoss*innen mit wenig Kenntnissen auf diesem Gebiet errreichen. Hierfür organisieren wir am Montag, den 26. Juni 2017, ab 19 Uhr im Freiraum Hameln (Walkemühle 1a, 31785 Hameln) einen Vortrag mit dem Ermittlungsausschuss (EA) Hannover, der sich an dem empfehlenswerten Antirepressions-Handbuch „Wege durch die Wüste“ orientiert. Auch ein reich gedeckter Infotisch wartet auf euer Interesse. Also, rumkommen und weitersagen!

Vortrag | 26.06.2017 | 19 Uhr | Freiraum | Hameln
Mehr Infos zum Buch dokumentieren wir nachfolgend: (mehr…)

Repression gegen Antifas in BBG

In den nächsten Wochen findet ein Berufungsprozess am Landgericht in Bückeburg vor der I. Großen Jugendkammer gegen einen unserer Genossen statt. Die erste Verhandlung zu diesem Fall fand vor dem Amtsgericht statt und gegen das Urteil wurden Rechtsmittel eingelegt, da sich die Zeug*innen teilweise verstrickten und mit sehr dünnen Aussagen versuchten den Angeklagten zu belasten. Schon bei dem Prozess vor dem Amtsgericht waren viele Nazi-Zeug*innen geladen und haben ihre Aussagen gemacht. Auch dieses Mal sind mindestens 10 Zeug*innen geladen, wovon einige der Rechten Szene zugerechnet werden können.

Untestützt unseren Genossen in Bückeburg, besetzt die Plätze, damit er nich alleine mit den Nazi-Zeugen und ggf. deren Anhang im Saal sein muss und kommt also alle nach Bückeburg! Die Termine sind wie folgt festgesetzt bisher:

Mittwoch, 21. Juni 2017 // 9 Uhr Landgericht Bückeburg
Montag, 26. Juni 2017 // 9 Uhr Landgericht Bückeburg
Freitag, 30. Juni 2017 // 9 Uhr Landgericht Bückeburg

Die Nazizeug*innen werden schon ab dem ersten Verhandlungstag am 21. Juni erwartet. Wir freuen uns über eure Solidarität! Betroffen ist einer – gemeint sind wir alle!

Prozess | Ende Juni 2017 | 9 Uhr | Landgericht | Bückeburg
Weitere Infos finden sich hier.

Kommt nach vorne!

Fast sechs Jahre nach den erfolgreichen Massenblockaden tausender Menschen, wurde am Freitagnachmittag ein Berliner Antifaschist freigesprochen. Das Urteil kam wenig überraschend, da die Dresdner Staatsanwaltschaft auch im dritten Anlauf keine neuen Beweise vorlegen konnte, die zu einer Verurteilung des inzwischen 40 Jahre alten Familienvaters geführt hätten. Nachdem sie auch am letzten Verhandlungstag mit ihrem letzten Versuch gescheitert war, Daten aus der bereits 2013 vom Dresdner Landgericht für illegal erklärten Funkzellenabfrage (FZA) als Beweismittel zuzulassen, blieb dem Vorsitzenden Richter Martin Schultze-Griebler keine andere Möglichkeit, als den Angeklagten von allen Tatvorwürfen freizusprechen.

Antifaschismus ist notwendig und legitim!
Der vollständige Bericht findet sich hier.

Soli-Technoparty

Hildesheim wurde 2015 zu einer rechten Hochburg in Niedersachsen. Die neonazistische Partei “Die Rechte” hat Anfang 2015 mit zahlreichen Aufmärschen, Übergriffen und Aktionen ein Bedrohungsszenario für Menschen entwickelt, die nicht in deren Weltbild passen. Im Gegenzug war es antifaschistischen Gruppen möglich, durch Gegenaktionen den Nazispuk einzudämmen. Der Hildesheimer Ableger der Partei “Die Rechte” gilt mittlerweile als quasi aufgelöst und in 2016 hat es die Rechten kaum zu nennenswerten Aktionen gebracht.

Weil der antifaschistische Kampf manchmal über die Grenzen des gesetzlich legalen hinaus geht, sind nun einige Antifas in Hildesheim mit Repression konfrontiert. Für die angefallen Anwaltskosten sollen nun einige Partys und Aktionen stattfinden, um die Betroffenen finanziell zu entlasten.

Aus diesem Grund veranstaltet der Freiraum Hameln gemeinsam mit der Linken Initiative Hildesheim [LIH] und der Antifaschistischen Aktion Hameln-Pyrmont [AAHM] eine Soli-Technoparty im Freiraum Hameln (Walkemühle 1a, 31785 Hameln). Am Samstag, den 26.11.2016, wird ab 22:00 Uhr zu fetten Beats für den guten Zweck getanzt.

Soli-Party | 26.11.2016 | 22 Uhr | Freiraum | Hameln
Alle weiteren Infos finden sich hier.

Girl Power – Soliparty

Unsere Genoss*innen von der antinationalen Gruppe redical M aus Göttingen laden am Freitag, den 28. Oktober 2016, ab 23 Uhr zum solidarischen Tanz in den T-Keller (Geismar Landstraße 19, 37083 Göttingen)! Sie wollen ordentlich feiern und haben dafür die Ladies von Cosmic Trash (Göttingen) und International Club Entertainmend (Berlin) eingeladen, um für beste Musik (Trap, Pop, Hiphop und RnB) zu sorgen. Die Party ist keine exklusive FLT*-Party. Die Einnahmen werden zur Deckung von Repressionskosten verwendet. Also schnappt Euch alle Eure Freund*innen und auf nach Göttingen!

Soliparty | 28.10.2016 | 23 Uhr | T-Keller | Göttingen
Mehr Infos gibt es hier (auf facebook).

Info-Tour macht Halt in Hannover

Herzallerliebste Riot-Kids, Pöbler und Pöbellas, Kritiker*innen des schlechten und Freund*innen des guten Lebens, unsere Genoss*innen von der Antifaschistischen Gruppe [H] aus Hannover haben da etwas vorbereitet, was Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet. Denn am Freitag, den 28. Oktober 2016, wird im UJZ Korn in Hannover ab 18 Uhr ein Vortrag über die derzeitige Repression gegen anarchistische und antifaschistische Strukturen in Den Haag stattfinden, der nebem dem informativen Aspekt auch zur Mobilisierung für eine Antirepressionsdemo am 19.11.2016 in Den Haag beitragen soll. Klingt spannend? Ist spannend. Darum, hin da!

Vortrag | 28.10.2016 | 18 Uhr | UJZ Korn | Hannover
Alle weiteren Infos gibt es hier.