Archiv der Kategorie 'Antisemitismus'

Damit kein Lied seine Lippen verlässt

Beim Plaza Festival am 26. Mai 2017 ist mit antisemitischem Geträller auf der Bühne zu rechnen. Denn Hannover Concerts möchte Verschwörungsfan und Reichsbürgerfreund Xavier Naidoo auftreten lassen. Naidoo greift in seinen Texten immer wieder Positionen der rechten Bewegung auf. Antisemitische Verschwörungstheorien sind sein Steckenpferd. Mit seiner „Alles ein Missverständnis“-Erklärung beweist Naidoo nur, dass er weder versteht, wie Antisemitismus funktioniert, noch reflektiert hat, dass seine Zeilen politisch scheiße sind.

Obwohl schon der NDR abgesprungen ist, hält Hannover Concerts an dem Auftritt fest. Zusammen mit unseren Genoss*innen der Antifa Infamous [H] fordern wir daher Hannover Concerts auf, Naidoo abzusagen und aufzuhören, dessen antisemitische Ausfälle auch noch mit „Kunst- und Meinungsfreiheit“ zu legitimieren!

Gegen Antisemitismus und rechte Verschwörungstheorien!
Kein Auftritt von Xaviar Naidoo bei Plaza Festival in Hannover!

72. Jahrestag der Befreiung

Seit 72 Jahren feiern Antifaschist*innen nun schon am 8. Mai den Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus. Denn wer nicht feiert, hat verloren. Unser Dank gilt den Befreier*innen, die mit ihrem Einsatz aus den Krauts ganz gepflegt Sauerkraut gemacht haben. Mit dem 8. Mai 1945 war jedoch lediglich die militärische Niederlage des Nationalsozialismus verbunden. Die Folgen des Nachlebens des Nationalsozialismus sind bis heute spürbar und Gegenstand unserer Theorie, Kritik und Intervention.

72. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus | 8.5.2017
Wer nicht feiert, hat verloren!

Holocaustgedenken in Hameln

Briefe der Hamelner jüdischen Familie Jonas angesichts von Emigration, Verfolgung und Vernichtung. Schülerinnen und Schüler des Vikilu gestalten Lesungen sowie die musikalische Rahmung. Die kommentierenden und verbindenden Texte spricht Bernhard Gelderblom. Die jüdische Familie Jonas lebte ursprünglich in der Baustraße, bis sie auf Anordnung der Stadtverwaltung in das Hamelner „Judenhaus“ Neue Marktstr. 13 umziehen musste. Nacheinander wurden die Familienmitglieder deportiert. Die erhaltene Korrespondenz erlaubt eine bedrückende „Binnensicht“ auf die Ausgrenzung, Entrechtung und Ermordung der Juden.

Lesung | 27.01.2017 | Weserbergland-Zentrum | Hameln
Alle weiteren Infos finden sich hier.

Erinnern heißt handeln!

Am Mittwoch, den 9. November 2016, jährte sich zum 78-ten Mal die Reichspogromnacht, in der es überall in Deutschland und Österreich zu zahlreichen antisemitischen Gewalttaten kam – so auch in Hameln. Einige Antifaschist*innen nahmen an der zu diesem Anlass stattfindenden Gedenkveranstaltung an der neuen Hamelner Synagoge teil. Im Anschluss wurden die in Hameln verlegten Stolpersteine gereinigt und ein spannender Vortrag zum Thema „Hamelner Jugendliche zwischen Widerstand und Anpassung“ stand an. Vor diesem Hintergrund wurde auch ein Flugblatt (Seite: 1 | 2 | 3 | 4) verteilt, welches – basierend auf dem Text einiger Berliner Gruppen (siehe z. B. hier) – um einige, zum Teil recht aktuelle Bezüge zu Hameln ergänzt wurde.

Kein Vergeben! Kein Vergessen!
Der Text des Flugblattes ist nachfolgend dokumentiert: (mehr…)

Vortrag mit Jutta D. im T-Keller

Am Donnerstag, den 22. September 2016, wird im Göttinger T-Keller (Geismar Landstraße 19, 37083 Göttingen) ab 20 Uhr ein Vortrag samt anschließender Diskussion mit Jutta Ditfurth stattfinden. Die Abendveranstaltung trägt den Titel „Rechtsruck, Antisemitismus und völkische Querfront“ und verspricht Analyse und Kritik auf hohem Niveau.

Vortrag | 22.09.2016 | 20 Uhr | T-Keller | Göttingen
Die Veranstaltungsankündigung findet sich hier.

4. Stolpersteinverlegung in Hameln

Am Dienstag, den 19. April 2016, fand im Zeitraum von 11 Uhr bis ca. 13:15 Uhr die vierte Stolpersteinverlegung mit Gunter Demnig in Hameln statt. Hierzu hatten die Stadt Hameln sowie der Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e. V. eingeladen. Gestaltet wurde die Verlegung der insgesamt 22 Stolpersteine unter anderem von Verwandten und Bekannten der Personen, derer gedacht wurde, sowie von zahlreichen Schüler*innen, die auf diesem Weg einen Einblick in die Geschichte der Opfer des Nationalsozialismus in Hameln erhalten haben. Die vierte Stolpersteinverlegung wurde zeitweise von bis zu 100 Menschen begleitet. Eine weitere und voraussichtlich letzte Aktion in nicht allzu ferner Zukunft wurde angekündigt.

Erinnern heißt kämpfen!
Mehr Informationen zu Stolpersteinen in Hameln gibt es hier.