Archiv der Kategorie 'Erinnerung'

Heraus zum 8. Mai!

Am Dienstag, den 8. Mai 2018, findet in Hannover wieder einmal eine antifaschistische Demonstration anlässlich des Tages der Befreiung vom Nationalsozialismus statt, auf die wir an dieser Stelle gerne hinweisen und zur Teilnahme aufrufen wollen. Unter dem Motto „Schulter an Schulter gegen den Faschismus -Autoritärer Herrschaft entgegentreten“ rufen die Genoss*innen dazu auf, um 17 Uhr zum Mahnmal Gerichtsgefängnis am Andreas-Hermes-Platz in Hannover zu kommen, wo die Demonstration starten soll.

Demo | 8.5.2018 | 17 Uhr | Andreas-Hermes-Platz | Hannover
Der lesenswerte Aufruf zur Demo findet sich nachfolgend: (mehr…)

Gedenken an Hamelner NS-Opfer

Am Samstag, den 7. April 2018, findet um 14 Uhr auf dem Friedhof Wehl in Hameln die Einweihung der Neugestaltung des Gräberfeldes und des Denkmals für die NS-Opfer des Hamelner Zuchthauses statt. Es handelt sich um eine offizielle Veranstaltung der Stadt Hameln sowie des Vereins für regionale Kultur- und Zeitgeschichte.

Gedenken | 07.04.2018 | 14 Uhr | Friedhof Wehl | Hameln
Kein Vergeben – Kein Vergessen!

Ausstellung zu Reichserntedankfesten

Beginnend am Sonntag, den 25.2.2018, wird bis zum Sonntag, den 11.3.2018, die Initiative für einen Gedenkort am Bückeberg in den Räumen des freiraum Hameln (Walkemühle 1a, 31785 Hameln) die Ausstellung des Historikers, Bernhard Gelderblom, zu den Reichserntedankfesten am Bückeberg von 1933-1937 zeigen. An je zwei Terminen pro Woche besteht die Möglichkeit die geöffnete Ausstellung unangemeldet zu besichtigen. Für Gruppen, wie bspw. Schulklassen, besteht zudem die Möglichkeit, per E-Mail an:

initiativegedenkortbueckeberg[at]systemli[dot]org

gesonderte Besichtigungstermine zu vereinbaren. Die einzelnen Termine sind nachfolgend aufgelistet:

// So. / 25.2.2018 / 16 – 20 Uhr //
// Eröffnung der Ausstellung mit Erläuterungen //

// Mi. / 28.2.2018 / 14 – 18 Uhr //
// Offene Ausstellung und Filmvorführung //

// So. / 4.3.2018 / 10 – 14 Uhr //
// Offene Ausstellung und Filmvorführung //

// Mi. / 7.3.2018 / 14 – 18 Uhr //
// Offene Ausstellung und Filmvorführung //

// So. / 11.3.2018 / 10 – 14 Uhr //
// Offene Ausstellung und Filmvorführung //

Ausstellung zu den Reichserntedankfesten 1933-1937
Mehr Infos gibt’s hier.

Esther Bejarano kommt nach Hameln

Am Donnerstag, den 1. März 2018, um 18:30 Uhr wird die Holocaust-Überlebende, Esther Bejarano, im Kultur- und Kommunikationszentrum Sumpfblume (Am Stockhof 2a, 31785 Hameln) einen Vortrag halten und im Anschluß gemeinsam mit der Microphone Mafia ein Konzert mit antifaschistischen Liedern darbieten. Zusammengefasst: Alle hin da!

Vortrag + Konzert | 01.03.2018 | 18:30 Uhr | Sumpfblume | HM
Mehr Infos gibt’s hier.

Initiative für einen Gedenkort

Wir sind gerade sehr erfreut über diesen Blog der Initiative für einen Gedenkort am Bückeberg gestolpert und durften somit feststellen, dass es offenbar noch ein paar mehr vernünftige Menschen hier gibt. Dort sind die kommenden Veranstaltungen rund um die Einrichtung eines Gedenkortes am Bückeberg zusammengetragen, um die Mobilisierung der Befürworter*innen eines solchen Gedenkortes zu unterstützen. Anschauen lohnt sich!

Für einen Gedenkort am Bückeberg!
Mehr Infos zur Initiative gibt’s hier.

Holocaustgedenktag 2018

Am Samstag, den 27. Januar 2018, laden die Jüdische Gemeinde Hameln und die Stadt Hameln anlässlich des seit 1966 stattfindenden Holocaustgedenktages zu einer Veranstaltung in das Weserberglandzentrum ein. Am 27. Januar 1945 befreiten Soldat*innen der Roten Armee die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, dem größten Vernichtungslager der NS-Zeit. In der vom Hamelner Forum organisierten Veranstaltung wird die Autorin, Natasha Wodin, einen selten thematisierten Teil des Holocaust anhand ihrer eigenen Familiengeschichte betrachten, die Zwangsarbeit im Dritten Reich. Eine Lesung des außergewöhnlichen Buches „Sie kam aus Mariupol“.

Lesung | 27.01.2018 | 18 Uhr | Weserberglandzentrum | HM
Weitere Infos finden sich hier.

Vortrag zur Geschichte des Bückebergs

Von 1933 bis 1937 fanden im heutigen Emmerthal auf dem Bückeberg die reichsweiten Erntedankfeierlichkeiten statt, an denen bis zu einer Million Menschen teilnahmen. Damit gehörten diese Feste zu den größten Massenveranstaltungen in der NS-Zeit.

Es wurde eine Volksgemeinschaft propagandistisch in Szene gesetzt, verbunden mit militärischen Großvorführungen, die wenig mit einem Erntedankfest, aber viel mit der Einstimmung auf spätere Angriffskriege zu tun hatten.

Die Feste hatten eine herausragende Bedeutung für die Gemeinde und den Landkreis, der in “Bückebergkreis” umbenannt worden war. An die damalige Begeisterung wollten nach 1945 die Akteure vor Ort jedoch nicht mehr erinnert werden. Bis heute gibt es keinen angemessenen Umgang, wie auch die aktuelle Debatte (siehe hierzu bspw. diesen Beitrag des NDR-Kulturjournals) um einen nun vorliegenden Gestaltungsentwurf zeigt.

In einer Veranstaltung am Freitag, den 2. Februar 2018, ab 20 Uhr im Freiraum Hameln (Walkemühle 1a, 31785 Hameln) wird es zunächst um die Hintergründe, den Ablauf, die Inhalte und die Ziele der Reichserntedankfeste gehen. Wichtig ist es den Veranstalter*innen aber auch, den aktuellen Gestaltungsentwurf aufzugreifen und auf die derzeit in Politik, Presse und Leserbriefseiten geführte Diskussion einzugehen.

Vortrag | 02.02.2018 | 20 Uhr | Freiraum | Hameln
Mehr Infos gibt’s hier.

Oury Jalloh Gedenkdemo 2018

Am Sonntag, den 7. Januar 2018, findet wieder die jährliche Gedenkdemonstration für Oury Jalloh in Dessau statt. Hier werden alle wesentlichen Informationen für die Gedenkdemonstration am 7.1.2018 in Dessau gesammelt, so zum Beispiel Kontakte, Zeiten und Treffpunkte für die gemeinsame Anreise aus den Regionen. Da die Demonstration diesmal an einem Sonntag stattfindet und der ganze Skandal mit all seiner Sprengkraft nun endlich auch medial hochzukochen beginnt (so z.B. Monitor Beitrag vom 30.11.17), erwarten wir eine weitaus größere Beteiligung als in den ganzen Jahren zuvor.

Demo | 07.01.2018 | 14 Uhr | Hauptbahnhof | Dessau
Weitere Infos finden sich hier.

Volkstrauertag abschaffen!

Seit 1952 findet in der BRD jedes Jahr, zwei Sonntage vor dem ersten Advent, der Volkstrauertag statt. Dieser staatliche Gedenktag soll dazu dienen, den Toten beider Weltkriege zu gedenken. Wie kaum ein anderer Gedenktag steht dieser Tag im Zeichen der Verharmlosung der deutschen Vergangenheit. Unterschiedslos wird am Volkstrauertag jenen gedacht, die die faschistische Barbarei über Europa brachten, sechs Millionen Jüdinnen und Juden und tausende politische Gegner_innen ermordeten und jenen, die diesen Terror mit Waffengewalt niederrangen oder ihm zum Opfer fielen. Durch die Vermischung verschiedener wirklicher und vermeintlicher Opfergruppen verschwinden Ursache und Wirkung von Krieg und Massenmord in Nazideutschland. Nach den Verweisen auf „dunkle Kapitel“ deutscher Geschichte können sich die Deutschen unverblümt als Opfer inszenieren und setzen die Ermordeten von Auschwitz, Belzec, Treblinka und anderen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern in eine Reihe mit dem Mordkollektiv, das diesen Horror erst möglich machte.

Es verwundert nicht, dass deutsche Neonazis diesen Tag für ihre Zwecke nutzen. Bei ihnen heißt der Volkstrauertag, wie schon zu NS-Zeiten, Heldengedenken. Die zentrale Veranstaltung der Thüringer Neonazis findet jährlich in Friedrichroda statt. Der Fackelmarsch in der Kleinstadt im Gothaer Landkreis ist zu einem festen Termin im Thüringer Eventkalender der Neonazis geworden. Gegen dieses Treiben existiert seit 2009 eine antifaschistische Kampagne, auf die wir an dieser Stelle aufmerksam machen wollen. Die in diesem Zusammenhang entstandene Broschüre zur Kritik des Volkstrauertages ist auch im Infoladen Hameln (dienstags, 17 – 19 Uhr, im Freiraum Hameln) erhältlich. Und auch in Hameln werden unzählige Veranstaltungen an diesem Tag stattfinden, bei denen weit rechte Reservisten und andere Deutschlandfreund*innen neben Politiker*innen von SPD und CDU in trauter Einigkeit zu sehen seien werden.

Am 19. November gehen Antifas in Friedrichroda nicht nur gegen den Aufmarsch der Nazis auf die Straße, sondern gegen eine deutsche Gedenkpolitik, die die Opfer der deutschen Vernichtungspraxis wie die Kämpfenden gegen das faschistische Deutschland verhöhnt, indem sie sie mit ihren Mördern in das gleiche Gedenken einbegreift. Der Kampf gegen den Volkstrauertag und seine Verfechter ist also ein Kampf gegen das Vergessen, gegen die deutsche Version von Versöhnung, gegen alles was sich mit der Macht der Herrschenden Geltung verschafft: Gegen Deutschland und seine Nazis!

Demo | 19.11.2017 | 16 Uhr | Bebraer Straße | Friedrichroda
Mehr Infos gibt’s hier sowie nachfolgend im Aufruf: (mehr…)

Wir vergessen nicht!

Am Donnerstag, den 9. November 2017, jährt sich die Reichspogromnacht zum 79. mal. Am 9. November 1938 wurde in der Reichspogromnacht auch die Hamelner Synagoge angezündet und zerstört. In der Gedenkfeier am Mahnmal in der Bürenstr., dem Ort der früheren Synagoge, wird der ermordeten und in die Emigration getriebenen jüdischen Kinder, Frauen und Männer aus Hameln gedacht. Die Gedenkfeier findet am Donnerstag, den 09. November 2017, um 16:00 Uhr statt. Im Anschluss an die Gedenkstunde ist das Hamelner Forum zu Gast in der Synagoge: in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Hameln, der Christlich-Jüdischen Gesellschaft und dem Schiller-Gymnasium lädt es zu einer kostenlosen Autorenlesung ein.

Gedenken | 09.11.2017 | 16 Uhr | Synagoge | Hameln
Weitere Infos finden sich hier.