Archiv der Kategorie 'Solidarität'

Ein Zeichen der Erinnerung

Wir dokumentieren an dieser Stelle einen Eintrag von „Einige(n) Antifas aus der Provinz“, welcher am 20. August 2017 auf indymedia erschienen ist. Der ursprüngliche Eintrag ist hier nochmals verlinkt (mit hochauflösendem Bild).

Am Freitag, den 18. August 2017, versammelten sich einige Antifaschist*innen in den Abendstunden am Freiraum Hameln, um von dort aus ein bescheidenes Zeichen der Erinnerung an Heather Heyer zu entsenden, die von einem Neonazi am 12. August 2017 im US-amerikanischen Charlottesville ermordert wurde. Unsere Solidarität gilt zudem den zahlreichen weiteren Verletzten dieses neonazistischen Angriffs und den Angehörigen und Freund*innen von Heather Heyer. Wir werden ihren Kampf gegen den wieder erstarkenden Faschismus fortführen und dabei weder vergeben noch vergessen.

Das Motiv des Transparents ist diesem Artikel beigefügt und kann als Schablone verwendet werden. Vielleicht kann damit noch jemand etwas anfangen, um die Erinnerung an Heater Heyer noch in weitere Städte und Dörfer zu tragen.

Never forgive, never forget!
All the best and strength to the injured! Such as their friends an families and those of Heather!
Rest in Power Heather Heyer!

Support your local Antifa!
Schreibt uns einfach über unser verschlüsseltes Kontaktformular.

Heather Heyer #SayHerName

Nachdem es am 12. August 2017 in der US-amerikanischen Universitätsstadt Charlottesville zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Nazis und Antifaschist*innen kam, wurde die Sozialistin und IWW-Gewerkschafterin Heather Heyer durch einen extrem rechten Anschlag umgebracht. Am Nachmittag steuerte einer der Nazis sein Fahrzeug in eine Menschenmenge von Antifaschist*innen. Heather verlor dadurch ihr Leben und mindestens weitere 19 Antifaschist*innen wurden verletzt.

Zuvor, liefen die als „alt-Right“ verharmlosten Rechten mit schwerbewaffneten Milizen auf, und skandierten offen „Blut und Boden“ und „Heil Donald Trump“. Die Ereignisse von Charlottesville verdeutlichen, welche brutalen Folgen der Rechtsruck und die politische Machthabe nationalistischer, autoritärer Kräfte nach sich zieht: Durch das gesellschaftliche Klima, welches in den USA seit der Wahl von Trump vorherrscht, und den institutionellen Rassismus der Behörden sind das Erstarken der Nazis ermöglicht worden.

Dieses Phänomen ist nicht auf die USA begrenzt: Die rhetorischen BrandstifterInnen von Rechts befinden sich in Europa, in Deutschland in Form der AfD, seit Jahren im Aufschwung. Während ihre VertreterInnen den Wahlsieg Trumps bejubelten, bezieht sich deren Parteijugend positiv auf die „alt-Right“-Nazis und kokettiert mit deren europäischen Pendant, den „Identitären“.

Nicht erst aus Solidarität mit den Genoss*innen, welche den Kampf gegen die Reaktion in den Vereinigten Staaten nach deren vermeintlichem Sieg fortführen, nicht erst aus tiefster Wut über den genannten neofaschistischen Mord, sondern schon aus Solidarität mit den unzähligen Menschen, welche durch die Politik und Rhetorik der neuen Rechten angegriffen werden heißt die Antwort weiterhin Antifaschismus! Remembering means fighting!

Gelegenheiten dafür gibt es genug, z. B. bei den kommenden Veranstaltungen der AfD oder mit AfD-Beteiligung, wo sie demokratisch verbrieft, mal wieder ihren rassistischen Wahlkampf betreiben darf.

Mehr Infos zur Situation in den USA
gibt es bei It’s going down und CrimethInc..

United We Stand!

Der G20-Gifel ist vorbei, doch die Kriminalisierung der Proteste geht weiter. Denn nach wie vor sitzen dutzende Aktivist*innen im Knast und hunderte müssen mit Strafverfahren rechnen. Die Rote Hilfe ruft zur Solidarität mit den Betroffenen auf. Unter dem Motto „United we stand! summer of resistance – summit of repression – solidarity is our weapon“. Inzwischen kann gedrucktes Material über den Literaturvertrieb der Roten Hilfe bestellt werden, außerdem haben bereits erste Aktionen stattgefunden. Um die Betroffenen auch finanziell unterstützen zu können, sind weiterhin Spenden erforderlich. Werdet Mitglied in der Roten Hilfe und stärkt die Solidaritätsstrukturen!

Unsere Solidarität gegen ihre Repression!
Infos finden sich hier und dort.

Weitere Beiträge zur G20-Debatte

Da die alle großen Parteien umfassende Volksfront gegen alles Linke weiterhin die öffentliche Debatte bestimmt und dabei jegliche Mindestanforderungen an einen vernunftbasierten Diskurs geflissentlich ignoriert, was von bestrafungslüsternen Wutbürger*innen mit größter Genugtuung verfolgt wird, möchten wir an dieser Stelle auf einige weitere Texte hinweisen, die eine sinnvolle Auseinandersetzung mit den Ereignissen rund um den G20-Gipfel erlauben.

Ohne eine Wertung anhand der Reihenfolge vornehmen zu wollen, empfehlen wir die Texte von …umsGanze!, der Roten Flora, derLadenbesitzer*innen aus dem Schanzenviertel und der Gruppe 8. Mai [FFM]. Außerdem empfiehlt es sich, ein aufmerksamen Blick auf die zahlreichen dokumentierten „Heldentaten“ des Rechtsstaates in Hamburg zu werfen: G20-Doku – hier fand der eigentliche Skandal statt, über den jetzt nur noch wenige reden wollen.

Solidarität mit allen verletzten und inhaftierten Genoss*innen!
Und verdammt nochmal: Flora bleibt!

Repression gegen Antifas in BBG

In den nächsten Wochen findet ein Berufungsprozess am Landgericht in Bückeburg vor der I. Großen Jugendkammer gegen einen unserer Genossen statt. Die erste Verhandlung zu diesem Fall fand vor dem Amtsgericht statt und gegen das Urteil wurden Rechtsmittel eingelegt, da sich die Zeug*innen teilweise verstrickten und mit sehr dünnen Aussagen versuchten den Angeklagten zu belasten. Schon bei dem Prozess vor dem Amtsgericht waren viele Nazi-Zeug*innen geladen und haben ihre Aussagen gemacht. Auch dieses Mal sind mindestens 10 Zeug*innen geladen, wovon einige der Rechten Szene zugerechnet werden können.

Untestützt unseren Genossen in Bückeburg, besetzt die Plätze, damit er nich alleine mit den Nazi-Zeugen und ggf. deren Anhang im Saal sein muss und kommt also alle nach Bückeburg! Die Termine sind wie folgt festgesetzt bisher:

Mittwoch, 21. Juni 2017 // 9 Uhr Landgericht Bückeburg
Montag, 26. Juni 2017 // 9 Uhr Landgericht Bückeburg
Freitag, 30. Juni 2017 // 9 Uhr Landgericht Bückeburg

Die Nazizeug*innen werden schon ab dem ersten Verhandlungstag am 21. Juni erwartet. Wir freuen uns über eure Solidarität! Betroffen ist einer – gemeint sind wir alle!

Prozess | Ende Juni 2017 | 9 Uhr | Landgericht | Bückeburg
Weitere Infos finden sich hier.

In die Herzen ein Feuer

Wir möchten Euch auf eine Veranstaltung in Celle aufmerksam, die dem Gedenken an gefallene Internationalist*innen gewidmet ist. Internationalist*innen aus verschiedensten Regionen, die Kampagne Tatort Kurdistan, der Freundeskreis Ivana Hoffmann und Buntes Haus e.V. laden ein, zu einem Gedenkfest für die gefallenen Internationalist*innen am 6. Mai 2017 ab 12 Uhr in Celle. Die Idee so ein Fest umzusetzen und zu organisieren wurde beflügelt durch die tiefgreifenden Veränderungen und gesellschaftlichen Errungenschaften der Revolution in Rojava und deren Verteidigung. Neben dem aktiven Gedenken mit Angehörigen, einem Musik- und Kulturprogramm, Büchertischen und Ausstellungen, soll der Tag von einer Vielzahl solidarischer Organisationen und Einzelpersonen mitgestaltet werden.

Gedenken | 6.5.2017 | 12 Uhr | Hannoversche Str. 30F | Celle
Mehr Infos gibt’s hier.

1. Mai 2017 in Hildesheim

Neben den Aktionen gegen den geplanten Naziaufmarsch am 1. Mai 2017 in Halle an der Saale möchte wir an dieser Stelle auch auf die Aktivitäten unserer Genoss*innen aus Hildesheim hinweisen, die dort einen eigenständigen Impuls setzen wollen, der gemeinsam mit kurdischen Genoss*innen ein starkes Zeichen setzen soll. Nicht erst seit den jüngsten Eskalationen des türkischen Staates in den Gebieten mit kurdischer Mehrheitsbevölkerung ist ein Zeichen der Solidarität und Vernetzung bedeutungsvoll.

Demo | 01.05.2017 | 10:45 Uhr | Bahnhof | Hildesheim
Den Aufruf gibt’s hier sowie nachfolgend: (mehr…)

Selber machen

Vom 28. bis zum 30. April 2017 findet in Berlin eine internationale Konferenz zu den Themen Basisorganisierung, Gegenmacht und Autonomie statt, die sich intensiv mit der Frage auseinandersetzt, was in der derzeitigen Situation für außerparlamentarische Linke zu tun ist. Das klingt auf jeden Fall spannend und ist daher als Reiseempfehlung zu verstehen. Alle Informationen gibt es auf einer eigens eingerichteten Homepage.

Konferenz | 28.-30.04.2017 | ganztags | Bethanien | Berlin
Den Aufruf zum Kongress gibt’s nachfolgend: (mehr…)

Infoladen Bückeburg erhalten!

Am Montag, den 13. März 2017, rufen unsere Genoss*innen vom Infoladen Bückeburg (facebook) zu einer Kundgebung vorm Bückeburger Rathaus von 17 bis 20 Uhr auf, um für den Erhalt ihres Infoladens im Jugendzentrum Bückeburg zu kämpfen. Diesem Anliegen können wir uns nur anschließen und rufen daher alle Genoss*innen auf, sich der Kundgebung anzuschließen und mit eigenen Beiträgen zu unterstützen. Verbreitet diese Information schnell und organisiert eure An- und Abreise autonom.

Kundgebung | 13.03.2017 | 17 Uhr | Rathaus | Bückeburg
Den vollständigen Aufruf gibt es im Folgenden: (mehr…)

Kommt nach vorne!

Fast sechs Jahre nach den erfolgreichen Massenblockaden tausender Menschen, wurde am Freitagnachmittag ein Berliner Antifaschist freigesprochen. Das Urteil kam wenig überraschend, da die Dresdner Staatsanwaltschaft auch im dritten Anlauf keine neuen Beweise vorlegen konnte, die zu einer Verurteilung des inzwischen 40 Jahre alten Familienvaters geführt hätten. Nachdem sie auch am letzten Verhandlungstag mit ihrem letzten Versuch gescheitert war, Daten aus der bereits 2013 vom Dresdner Landgericht für illegal erklärten Funkzellenabfrage (FZA) als Beweismittel zuzulassen, blieb dem Vorsitzenden Richter Martin Schultze-Griebler keine andere Möglichkeit, als den Angeklagten von allen Tatvorwürfen freizusprechen.

Antifaschismus ist notwendig und legitim!
Der vollständige Bericht findet sich hier.